Willkommen auf den Internetseiten von Dramfeld
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Anmerkung:

 

Das oben gezeigte Wappen wurde am 27. Dezember 1950 der seinerzeit selbständigen Gemeinde Dramfeld vom Niedersächsischen Ministerium des Innern verliehen.

Seit der Gebiets- und Verwaltungsreform (1973) ist Dramfeld jedoch ‚nur noch’ ein Ortsteil der Gemeinde Rosdorf. Da das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (früher Niedersächsische Gemeindeordnung) im §22 festlegt, dass (nur) Kommunen berechtigt sind, Wappen, Flaggen und Dienstsiegel zu führen, hat das oben gezeigte Wappen für Dramfeld keine hoheitliche Bedeutung mehr; dennoch darf es nicht vom Ortsbürgermeister verwendet werden. Lediglich die örtlichen Vereine dürfen den Bären als Schmuck im Briefkopf benutzen.

 

An die Geschichte der ‚Bärenjagd’ erinnert jedoch nicht nur das Dramfelder Wappen. Bereits 1938 malte der ortsansässige Malermeister Karl Hartmann sein Bild der Bärenjagd auf die Südwand des Saales im Dieckmannschen Gasthaus.  

 

Und Heinrich Bergmann (1889-1952), der Mitbegründer und langjährige erste Vorsitzende des Dramfelder Junggesellenvereins, schrieb 1946 im Ruhestand seine volkstümliche Version der Bärenjagd nieder:

 

Die Dramfeldschen hewwet in der chanzen Jejend den Spitznomen ‚Bärenfängers’ oder kort ‚Bären’. Worümme? Dei Jeschichte litt all ower ßiebzig Jahre trücke.

In’n Jahre 1872 was en Bowere ut Börl met ßienen chroaten Hunne in Dramfeld e’west. As hei wer wegföhre, blaf ßien Hund trücke und dref ßeck in d’r Feldmark e’rüm. As hei twüschen den Kornhucken ümmeherstreifele, un von B’s Ludchen ßeihe word, leip dei int Dörp met der Nahricht, dat ßeck in der Feldmark en Bäre rümmer drewe. Gliek togen alle Mändere, allm vorup dei Müllder R. met Dascheflejln, Chräpen und Knüppeln loas, ümme den Bären tau fängen. Dei Müllder harr ßauchar ne Püster menomen. Dei Freude was chroat, as ßei dat Untier von wejjens ßeihen, ower ßei woren doch chanz klein, as ßei be’n Nächerkomen feste’stellden, dat dei Bäre en chroaten Hund was.

Chanz lieseken togen ßeck dei Mändere wer int Dörp trücke. Dei Bechebenheit word ower in der Nowerschaft bekannt und dei Dramfeldschen harren öhren Spitznomen weg.

En Stieg, dei boale in jeden Jahre von der Boamchatze nah’n Krümmenwejjenfelle ut e’lötschet werd, hät betup den hütijen Dag noch ümmer dei ‚Bärenstieg’.

 

Quelle: Heinrich Bergmann: Kleine Bechebenheiten ut Dramfeld, vertellt von Bergmanns Heinrich ut Dramfeld, jetz in Frelanne. Friedland/Leine 1946. (handschriftliches Manuskript)

 

Dramfeld im März 2015.

Dr. Dagmar Kleineke,

Ortsheimatpflegerin.

Göttinger Tageblatt "Göflüster" vom 13.09.2014

 

Bärenkirmes in Dramfeld – und jedes Jahr führen die Junggesellen
einen in Ketten gefesselten Bären durchs Dorf. Wo kommt der Brauch her? Das, findet Gerhard Eckhardt aus Göttingen, sollte man dem Leser mal erklären. Eckhardt erinnert an ein Gedicht von L. Wultze, das 1879
in der humoristischen Zeitung Schnick-Schnack erschien:

„Bei dem Dorfe Dramfeld lagen/ Bärenführer einquartiert,

die in ihrem Reisewagen beide schliefen ungeniert.

Es folgt, was kommen musste: Der Petz reißt aus, lehrt das Dorf das Fürchten, trollt sich aber, ehe man ihn erwischt.
Nur: „...das ganze Dorf ward rege, es wurde dort mobil gemacht.

Bald gings über Stock und Stege, man machte auf den Bären Jagd.

Man suchte Petz, und ohne Noth schießt man einen Pudel tot.

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